Psyche & Gesundheit

Omega-3 und mentale Leistung: Was Studien wirklich tragen

Fettsauren aus Fisch und Algen werden oft als Allzwecklosung verkauft. Der wissenschaftliche Befund ist differenzierter: Es gibt plausible Vorteile, aber nicht fur jede Person im gleichen Ausmass.

Frischer Lachs auf Eis, reich an Omega-3-FettsÀuren

Fetter Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering liefert die höchsten Konzentrationen an EPA und DHA. Foto: Unsplash

Omega-3 spielt eine Rolle fur Zellmembranen und Entzundungsprozesse. Deshalb wird der Nahrstoff seit Jahren mit Gedachtnis, Stimmung und Alterung des Gehirns in Verbindung gebracht.

Meta-Analysen zeigen kleine bis moderate Effekte in bestimmten Gruppen, etwa bei niedriger Ausgangsversorgung oder erhohtem Risiko fur depressive Symptome. Ein pauschaler Nutzen fur alle ist dagegen nicht belegt.

Entscheidend sind Dosierung, Dauer und Gesamtlebensstil. Schlaf, Bewegung und soziale Faktoren beeinflussen die mentale Gesundheit meist starker als ein einzelnes Supplement.

Wann lohnt sich eine Erganzung wirklich?

Die VITAL-Studie, eine der grĂ¶ĂŸten randomisierten Placebo-kontrollierten Studien zu Omega-3 mit ĂŒber 25.000 Teilnehmern, zeigte keinen signifikanten Effekt auf die allgemeine kognitive Leistung – stellte aber eine deutliche Reduktion des Herzinfarktrisikos bei bestimmten Gruppen fest.

Bei Depressionen sieht die Datenlage differenzierter aus: Eine Meta-Analyse von 26 klinischen Studien aus dem Jahr 2022 kommt zu dem Schluss, dass EPA-reiche PrĂ€parate (mit einem EPA-zu-DHA-VerhĂ€ltnis von mindestens 2:1) tatsĂ€chlich messbare antidepressive Wirkungen zeigen – vergleichbar mit einem schwachen Antidepressivum.

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